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Irans Natur hautnah erleben




Wandern in Iran




Mit seinen faszinierenden Landschaften eignet sich Iran ideal für ausgedehnte Wander- und Trekkingtouren. Auch bei den Iranern sind Ausflüge in die heimischen Berge sehr beliebt, um den oftmals wuseligen und dunstigen Städten zu entfliehen. Selbst die Metropole Teheran hat einen eigenen „Hausberg“: Wanderwege auf den Tochal kann man ganz gemütlich von der Stadt aus erreichen und einen entspannenden Tagesausflug verbringen.



In den Hochtälern des Zagros-Gebirges, lassen sich unvergessliche Trekking-Touren auf den Spuren der Bakhtiari-Nomaden unternehmen oder im Nordosten des Landes der Golestan-Nationalpark durchwandern. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Informationen für ihre Wandereise durch Iran, von Tourenvorschlägen bis hin zu Tipps für die richtige Ausrüstung.
Alamut Tal Vom 11. bis ins 13. Jahrhundert trieben die sogenannten Assassinen in Iran ihr Unwesen. Versteckt im westlichen Elburs-Gebirge waren Sie für ihre Angriffe auf das königliche Establishment und ihre uneinnehmbaren Festungen nordöstlich der heutigen Stadt Qazvin bekannt.
Die berühmteste dieser bis heute noch als Ruinen erhaltenen Burgen ist die Festung Alamut, die in einer Tallandschaft inmitten einer herrlichen Bergwelt gelegen, sich als perfektes Ausflugs- und Wanderziel eignet. Nach der etwa 2,5-stündigen Fahrt von Qazvin nach Gazor Khan gelangt man von hier aus über einen etwa 10-minütigen Aufstieg zu den noch erhaltenen Gemäuern, von wo aus sich ein atemberaubendes Panorama über das Tal bis zum Takht-e Soleyman Massiv erstreckt. Darüber hinaus beliebte Wanderziele sind die beiden assassinischen Burgruinen Maymindiz und Lambsar. Maymundiz liegt etwa 2,5 km nördlich von Moalem Kalayeh. Lambsar erreichen Sie nach einer 2,5 km langen Autofahrt von Razmiyan Richtung Hir und einem anschließenden etwa halbstündigen Fußmarsch. Sehr schön ist auch ein Ausflug zum malerischen Ovan-See. Wer eine ausgedehntere Wandertour unternehmen möchte, kann von Garmarud aus über das Dorf Pichebon und den Salambarpass bis auf die kaspische Seite nach Maran in den Ort Yujwandern und schließlich mit dem Savari (Sammeltaxi) nach Tonekabon an die Küste fahren. Damit hat man in zwei bis drei Tagen den Elburs-Hauptkamm komplett gequert und eine unvergessliche Tour durch die atemberaubende Landschaft unternommen. Für diese oder ähnliche mehrtägige Trekkingtouren durch das Alamut Tal empfiehlt es sich, einen ortskundigen Guide mitzunehmen.
Stausee von Dez
46 Kilometer nordöstlich von Dezful in der Provinz Khuzestan, inmitten des Zagros Gebirges, liegt eine unberührte Naturidylle um den Shahyun See, auch See von Dez genannt. Der in den 1960er Jahren erbaute Damm, der den Fluss Dez staut, ist mit einer über 200 Meter hohen Talsperre eine der höchsten der Welt und bewässert mehrere zehntausend Felder in der Provinz Khuzestan. Das Wasser des rund 20 km langen Sees ist klar und lädt noch bis in den Dezember zu einer Abkühlung ein. Wer nicht im See schwimmen möchte, kann aber auch eine Bootstour unternehmen, auf der man den Damm erkunden, oder sich an einem der idyllischen Strandabschnitte oder Inseln absetzen lassen kann. Für Wanderbegeisterte lohnt es sich, die umliegenden Schluchten zu erkunden. Die Canyons Tang-e Khers, Dareh Arvah und Kool Khersoon sind zum Teil nur anderthalb Meter breit, dafür aber bis zu 100 Meter hoch und etliche Kilometer lang. Da die Wege durch die Schluchten teils sehr verzweigt sind und die Gefahr besteht, sich zu verirren, sollten Sie Wanderungen nur zusammen mit lokalen Guides unternehmen. Da der Stausee kein bekanntes Touristenziel und auch zum Teil bei IranerInnen nicht bekannt ist, bieten die meisten lokalen Guides in der Umgebung auch Unterkünfte, Shuttleservice und oben genannte Bootstouren an. Sollten Sie sich für einen ein oder mehrtägigen Wanderausflug interessieren, um die entspannende, belassene Natur rund um den See und die Schluchten zu genießen, organisieren wir gerne Ihren Ausflug von der Anreise bis zur Wanderführung.
Golestan Park
1970 wurde dieses Naturschutzgebiet als erstes des Landes zu einem Nationalpark erklärt. Mit einer Grundfläche von zwar nur 92 Quadratkilometern, jedoch einen Höhenprofil von 380 bis 2400 Metern, erstreckt sich das Gebiet im Osten der Provinz Gorgan. Der Nationalpark besticht durch seine einzigartige Vielfalt von Flora und Fauna durch die höchst unterschiedlichen Vegetationszonen in diesem flächenmäßig nur kleinen Gebiet. Mit über das Jahr in unterschiedlichen Teilen schwankenden Temperaturen von -25 bis +35 Grad findet man von gemäßigtem Regenwald über Steppen bis hin zu schroffen Kalkfelsen ein unvergleichbares Ökosystem vor. Dadurch beherbergt das Naturschutzgebiet auch eine Vielzahl von Tieren: von 150 verschiedenen Vogelarten bis zum vom Aussterben bedrohten persischen Leoparden.



Um den Nationalpark betreten zu dürfen, bedarf es einer offiziellen Genehmigung, die privat oft nur schwer und in einem langwierigen Prozess zu erlangen ist. Jedoch befindet sich am Westrand des Parks, im Dorf Tutli Tamak, die sogenannte Boomkolbeh Turkmen Ecolodge. Sie wird von einem jungen Paar geführt, das als einziger Anbieter in dem Gebiet über ein jährliches Kontingent von Zutrittsgenehmigungen verfügt und das zudem unterschiedliche Trekkingtouren, Ausritte und naturkundliche Exkursionen anbietet. In der Ecolodge gibt es ebenfalls die Möglichkeit, zu übernachten und die köstliche Vitalküche auszuprobieren. Sollten Sie sich für einen Ausflug in den Nationalpark interessieren, melden Sie sich gerne bei uns für Buchungen in der Ecolodge und die nötigen Transfers.
Reise- und Routenplanung Für GipfelstürmerInnen lohnt es sich, bei der Planung der Reise nach Iran vor allem den Norden und Nordwesten des Landes, also die Region um das Elburs-Gebirge in Augenschein zu nehmen. Dort finden Sie neben den drei höchsten Bergen Damavand, Alam Kuh und Sabalan unzählige Gipfel verschiedener Schwierigkeitsgrade, die wenigsten unter einer Höhe von 4000 Metern. Als besten Startpunkt für Ihre Wanderreise in Iran bietet sich tatsächlich die Hauptstadt Teheran an, von wo aus Sie mit Auto oder Shuttle bequem die Provinz Mazandaran und somit die Startpunkte für unzählige Routen erreichen können. Den Berg Sabalan und den umliegenden westlichen Teil des Elburs-Gebirges erreichen Sie am besten von Ardabil aus. Nach Ardabil reisen Sie am bequemsten per Flugzeug bis nach Tabriz, und von dort aus mit Bus, Bahn oder Auto. Touren in dieser Region, eignen sich nicht nur im Sommer, um der Hitze Zentralirans zu entfliehen, sondern auch vor allem zur kalten Jahreszeit für Winterbesteigungen und Skiabfahrten. Schöne und abenteuerliche Wanderrouten finden sich nahezu in jeder Region in Iran – teilen Sie uns Ihre bevorzugte Reiseroute mit und wir freuen uns, Ihnen besondere Wandergebiete und versteckte Naturwunder vorstellen zu dürfen. Für alle Berg- und Wandertouren empfehlen wir, einen lokalen Bergführer zu buchen. Wir arbeiten eng mit unseren Partnern in Iran zusammen, mit denen wir Ihnen jederzeit individuell auf Sie passende Touren, BergführerInnen, Transfers und sogar Ausrüstung zur Verfügung stellen können. Unterkunft und Ausrüstung Obligatorisch für eine Trekkingtour sind selbstverständlich geeignetes Schuhwerk und entsprechende Kleidung. Beachten Sie, dass Sie bei Höhenwanderungen und Bergbesteigungen dringend robuste Wanderstiefel benötigen und diese gegenüber Trekkingschuhen bevorzugen sollten. Aufgrund des Gerölls von Kalk- und zum Teil Schwefelstein, sollten Ihre Schuhe nicht nur über ausreichend Profil verfügen, sondern sich ebenfalls als widerstandsfähig erweisen. Führen Sie unabhängig von der Jahreszeit ausreichend warme und wetterfeste Kleidung mit – nicht nur kann es zu schnellen Wetterwechseln und Niederschlägen kommen, auf höheren Ebenen ist außerdem mit konstant kalten Temperaturen, starken Windböen und Schnee zu rechnen. Spezielle Ausrüstung wie Steigeisen, Sicherungsseile und ähnliches müssen auf einfachen Routen zur regulären Saison nicht mitgeführt werden. Sollten Sie jedoch die Herausforderung suchen und eine anspruchsvollere Route bevorzugen, eine Winterbesteigung oder sogar Klettertour planen, besprechen wir gerne mit unser Partneragentur, welches Equipment Sie benötigen und gegebene Ausleihmöglichkeiten vor Ort. Falls Sie noch spontan letzte Ausrüstungs- oder Bekleidungseinkäufe vor Ort unternehmen müssen, suchen Sie am besten die Vali Asr Einkaufsstraße in Teheran auf. Dort finden Sie im Straßenabschnitt „Monirieh“ diverse Sport-, Berg- und Kletterausrüstungsgeschäfte. Für jede anspruchsvolle oder mehrtägige Bergtour sollte eine gewisse Grundausstattung an Erste Hilfe-Kit, Rettungsdecke, Taschenmesser, UV-Schutz und natürlich ausreichend Wasser und Proviant vorhanden sein. Sollten Sie nicht höhenerprobt oder anfällig für Höhenkrankheit und damit einhergehende Erscheinungen sein, empfiehlt es sich ebenfalls eine kleine Not-Sauerstoffflasche mitzunehmen. Erkundigen Sie sich in diesem Fall im Vorfeld bei Ihrem Bergführer, meist führen diese von Vornherein 1-2 Flaschen für Notfälle mit. Genehmigungen Für Nationalparks und Naturschutzgebiete sind meist besondere Genehmigungen bei der zuständigen Behörde einzuholen, was sich oft als langer und schwieriger Prozess erweist – hier empfiehlt es sich, auf jeden Fall mit einer Agentur Kontakt aufzunehmen, da diese über die notwendigen Lizenzen verfügen. Wenn Sie eine Tour mit lokalen Guides buchen, sind die Genehmigungen meistens bereits im Paketpreis enthalten. Sprechen Sie uns gerne darauf an.



Wenn Sie eine Wanderreise durch Iran machen wollen, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf.


 
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Golestan Park
Takht-e Soleyman
Wandern in Iran © Homa Reisen
Wandern in Iran © Homa Reisen
Golestan Park © Homa Reisen
Takht-e Soleyman © Homa Reisen